Im Gespräch: gruppe Grüne Elbe mit Grünen und SPD-Abgeordneten
Von rechts: Jan-Hendrik Sibberns, Kassierer – Andrea Prieß, Vorsitzende – Adelgunde von Rönn, Vorsitzende
Elb-Mahnwache November 2022, hier Walter Rademacher und Christof Lorenz
Mahnwache in Dorum
Kahlschlag an der Aue
Vorstand: H. Meier, R. Faber und F. Möller-Engelhart
Karen Lingner-Bahr
von der A 22-Protest-Radtour
Nein zur Elbvertiefung!
Ortsverband Cuxhaven nimmt Stellung zu Aussagen von Enak Ferlemann (CN 9.1.2021)
Der Widerstand ist groß: In unserer Region erteilen viele den Hamburger Plänen – allen voran geäußert durch deren Wirtschaftssenator – Schlick vor Scharhörn abzulagern, eine klare Absage: Viele versammelten sich bei den Mahnwachen und auch Politiker*innen können sich hinter der Forderung „Kein Schlick vor Scharhörn“ versammeln, so auch Enak Ferlemann in den CN vom letzten Wochenende. Der Druck gegen die Scharhörn-Pläne ist groß, wer kann sich dem verschließen?
Die Schlickmengen wachsen, ständig sind die Bagger für Unterhaltung und Vertiefung unterwegs. Die Kosten, die der Bund und Hamburg tragen, sind immens: auf fast 900 Millionen Euro wird die Elbvertiefung geschätzt, mindestens auf jährlich 150 bis 200 Millionen Euro die Unterhaltungsbaggerei. Wenn nun die CDU wieder auf ihren langgehegten Plan verweist, den Schlick weit hinauszubringen, sind weitere Millionenbeträge jährlich zu erwarten.“ Aber die Baggerkosten sind es nicht alleine, fast könnten wir sagen, das geringste“, so der grüne Ortsvorstand. „Immer wieder haben wir - und mit uns die Umweltverbände – auf die ökologischen Folgen hingewiesen. Was geschieht der Elbe?“ Dazu kommen die Auswirkungen des Klimawandels. Es sind große europäische Naturschutzgebiete, Nationalparke und ein Weltnaturerbe bedroht!
Wenn jetzt die Baggermengen und Schlickanteile steigen und steigen, dann gibt es zwei Möglichkeiten: die Suche nach weiteren Ablagerungsstellen oder eine Ursache zu unterbinden, nämlich die weitere Vertiefung zu stoppen und das Fahrwasser wieder auf 13,50 m tideabhängig (12,50 m tideunabhängig) zurück zu führen, also auf die aktuell gültigen Soll-Tiefen nach der 1999er-Maßnahme. Zumal: Der Schiffsbau entwickelt sich nicht Richtung immer größerer Tiefgänge – dies wurde vor 20 Jahren noch prognostiziert, bewahrheitete sich aber nicht. Kein „Weiter-so“ mit den gravierenden Auswirkungen auf den Fluss und steigenden Kosten, sondern ein „Stopp“ mit einer Suche nach einem realisierbaren Weg für den Hamburger Hafen – an diesem Weg wollen die Cuxhavener Grünen arbeiten und begrüßen deswegen ausdrücklich, dass sich ihr Bundestagskandidat Stefan Wenzel klar positionierte.
Enak Ferlemann spricht in diesem Zusammenhang von einem Deichrückbau. Was soll das? Die durchgeführten Küstenschutzschutzmaßnahmen sind zum großen Teil auch Ufersicherungsmaßnahmen für die alte Elbvertiefung (aus 1999). Sie sind langfristig nötig, um uns alle vor dem Anstieg des Meereswasserspiegels besser zu schützen – die Auswirkungen des Klimawandels führt Ferlemann selbst an. „Zudem sind Ufersicherung, Begegnungsbox und Schlickfang vor dem Hamburger Hafen als sinnvolle und notwendige Maßnahmen zu erhalten“, so die Cuxhavener Grünen, „Ferlemann sollte hier keine Angst schüren, indem er von Rückabwicklung spricht.“
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